Heterogene Teams besser managen

Heterogene Teams besser managen

Egal, ob Sie als Manager erfahren sind oder ein absoluter Neuling, die Führung eines Teams ist nicht einfach.
Sie haben ein Teammitglied, das sehr gut auf konstruktive Kritik reagiert, während ein anderes ein sanfteres Feedback benötigt. Sie haben einen Mitarbeiter, der lieber per E-Mail kommuniziert, während ein anderer eher das direkte Gespräch sucht. Ja, Ihr Team besteht aus einer Vielzahl von Persönlichkeiten mit verschiedenen Vorlieben und Kommunikationsstilen. Aber Sie sind nur eine Person, und Sie sind die Person, die für all die anderen im Team verantwortlich ist.

Was können Manager tun, um ein heterogenes Team besser zu führen - ohne das Gefühl zu haben, dass sie in zwanzig verschiedene Richtungen gezogen werden?

1. Entwickeln Sie emotionale Intelligenz
Emotionale Intelligenz - einfach gesagt, Ihre Fähigkeit, die eigenen und die Gefühle anderer Menschen zu erkennen, nachzuvollziehen und einzuordnen - ist eine wichtige Fähigkeit in Ihrem Berufsleben. Aber sie ist noch wichtiger, wenn Sie mit der Leitung eines Teams betraut sind.
Ihre Mitarbeiter sind mit ihren Fragen, Anliegen und Problemen vielleicht nicht immer ganz offen. Nicht jeder ist ein unkomplizierter Kommunikator, und sich einem Chef zu nähern, kann unangenehm sein - was viele Menschen dazu treibt, Dinge einfach für sich zu behalten.
Als Manager werden Sie ein viel stärkerer Leiter (und Vorbild für Ihre anderen Teammitglieder!) sein, wenn Sie in der Lage sind, zwischen den Zeilen zu lesen und Hinweise wahrzunehmen - anstatt darauf zu warten, dass alles explizit geäußert wird.

2. Versuchen Sie, Ihre Mitarbeiter zu verstehen
In ähnlicher Weise ist es wichtig, dass Sie daran arbeiten, Ihre Teammitglieder auf einer tieferen Ebene zu verstehen. Jeder einzelne von ihnen hat unterschiedliche Fähigkeiten, Schwächen und Dinge, die ihn motivieren. Zu wissen, welche das sind und sie zu nutzen, wird Ihnen helfen, einen passenden Managementstil zu entwickeln.
Wie aber findet man diese Einzelheiten heraus? Die Analyse und das Verständnis Ihrer verschiedenen Mitarbeiter kann sich oft wie die Montage von IKEA-Möbeln anfühlen - kompliziert und überwältigend. Man könnte aber z. B. eine formale Stärkenfinderbewertung als Teil des Onboarding-Prozesses Ihrer Mitarbeiter verwenden. So haben Sie die Möglichkeit, die Stärken Ihrer Mitarbeiter zu verstehen und sie besser zu coachen. Wenn ein Mitarbeiter ein Probleme mit einer Rolle hat, hilft es Ihnen im Management beispielsweise, wenn Sie wissen, was für eine Person Ihr Mitarbeiter ist, was ihm persönlich wichtig ist und welche Ängste er hat. Eine introvertierte Person betrauen Sie auf dieser Basis sicherlich nicht regelmäßig mit der Präsentation der Teamergebnisse.

3. Gestalten Sie Ihre Feedback-Gespräche ganzheitlich
Sie wissen, dass häufige Einzelgespräche eine effektive Strategie sind, um auf dem Laufenden zu bleiben und das Verhältnis zum Mitarbeiter aktiv zu halten. Sie bieten die Möglichkeit, über aktuelle Arbeitsbelastungen, Karriereziele und alle anderen berufsbezogenen Themen zu sprechen, über die Sie im Bilde sein sollten.
Aber haben Sie jemals überlegt, diesen regelmäßigen Sitzungen ein persönliches Element hinzuzufügen? Unser berufliches und unser privates Leben sind stärker denn je miteinander verflochten, und ein wenig über das Leben Ihrer Mitarbeiter außerhalb des Büros zu wissen, kann einen ziemlich großen Einfluss darauf haben, wie Sie während der Arbeitszeit mit ihnen umgehen und kommunizieren. Dadurch können Sie nicht nur sensibler (oder, wenn nötig, entgegenkommender) gegenüber Ihren Mitarbeitern sein, sondern es gibt Ihnen auch eine zusätzliche Erklärung, warum sich Ihre Teammitglieder möglicherweise auf eine bestimmte Weise verhalten.

4. Spielen Sie Anwalt
Sie sind für die erfolgreiche Führung Ihres Teams verantwortlich. Aber Sie sollten auch als Quelle der Aktivierung und Ermutigung dienen. Als ihr direkter Leiter ist es wichtig, dass Sie die wertvollen Beiträge Ihrer Mitarbeiter anerkennen und belohnen. Dies ist besonders wichtig für Ihre Mitarbeiter, die zurückhaltender sind und in Teambesprechungen analysieren, was gesagt wird, anstatt sich ständig selbst zu Wort zu melden.
Wenn also ein introvertierterer Mitarbeiter nach einem Meeting mit einer Idee oder einem Vorschlag zu Ihnen kommt, ist es wichtig, dass Sie das als seinen Beitrag fördern. Es ist eine Möglichkeit, Anerkennung zu geben, wo Anerkennung fällig ist, und gleichzeitig den Rest Ihres Teams daran zu erinnern, dass nur weil jemand in einem Meeting nicht laut spricht, dies nicht bedeutet, dass er oder sie nachlässig ist.

Ihr Team ist ein Mosaik aus verschiedenen Persönlichkeiten und Arbeitsstilen, und herauszufinden, wie man sie alle effektiv managt, kann bestenfalls eine Herausforderung sein.
Es ist jedoch nicht unmöglich. Letztendlich geht es darum, sich die Zeit zu nehmen, Ihre Mitarbeiter zu verstehen. Mit dieser Grundlage haben Sie es viel einfacher, Ihre verschiedenen Teammitglieder so zu führen, dass Sie mit ihnen und ihren individuellen Vorlieben am besten zurecht kommen.