35 Dinge, die Sie mit 35 für Ihre Karriere getan haben sollten

35 Dinge, die Sie mit 35 für Ihre Karriere getan haben sollten

Wir sind alle für Flexibilität. Den eigenen Weg gehen. Das tun, was funktioniert, und das zu lassen, was nicht funktioniert.

Wir sind auch dafür, Dinge nicht immer mit Fristen zu versehen, und denken, dass es viele Dinge gibt, die man eben nicht bis 30 (oder 40, oder 50, oder überhaupt) haben muss.

Tatsächlich gibt es aber auch ein paar Dinge, die Sie in Hinblick auf Ihre Karriere besser früher als später in Angriff nehmen sollten. Und das nicht deshalb, weil irgendein allwissender Karrieregott beschlossen hat, dass es so ist. Sie machen sich ganz einfach Ihre berufliche Zukunft ein ganzes Stück leichter - und erst recht Ihren Arbeitsalltag.

Müssen Sie jetzt also alle Punkte dieser Liste abhaken, bevor Sie 35 werden? Natürlich nicht! Wir möchten Ihnen einfach ein paar Anregungen mit auf den Weg geben, die sich – zumindest unserer Erfahrung nach – positiv auf Ihre Karriere auswirken können.

1. Perfektionieren Sie Ihre Kurzpräsentation

Sie wird sich im Laufe der Zeit natürlich noch ändern, aber Sie sollten immer eine gute Antwort parat haben, wenn man Sie fragt, was Sie beruflich machen. Am besten ist Ihre Antwort sogar so gut, dass sie bei Ihren Gesprächspartnern hängen bleibt.

Nehmen Sie sich also die Zeit, um herauszufinden, welche Botschaft Sie vermitteln wollen, wenn Leute nach Ihrer Karriere fragen.

2. Seien Sie sich Ihrer Superkräfte bewusst

Was ist Ihre größte Stärke? Wodurch zeichnet sich Ihre Arbeit aus? Erfolgreiche Menschen können in der Regel genau benennen, worin ihre Stärken liegen. So können sie sich genau positionieren und selbstbewusst auftreten.

3. Und auch Ihrer Schwächen

Auf der anderen Seite ist es auch wichtig zu wissen, was Ihnen weniger liegt. Nicht, damit Sie sich schlecht fühlen, sondern damit Sie wissen, welche Personen Sie sinnvoll ergänzen und welche Aufgaben Sie delegieren sollten. Schließlich wollen Sie ja möglichst viel Zeit mit den Aufgaben verbringen, bei denen Sie glänzen. Das bringt uns zum nächsten Punkt:

4. Lernen Sie zu delegieren

Niemand kann alles alleine machen. Gerade mit zunehmender Verantwortung wird es immer wichtiger, dass Sie einschätzen können, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen sollten und welche nicht. Vielleicht noch wichtiger ist es, dass Sie letztere Aufgaben an andere abgeben können.

5. Lernen Sie Ihre Prioritäten

Im Laufe Ihres Berufslebens werden Sie mit einer Vielzahl an Möglichkeiten konfrontiert sein. Haben Sie sich im Vorfeld ausreichend mit Ihren eigenen Prioritäten beschäftigt, werden Sie leichter Entscheidungen treffen können und sich einige Umwege ersparen können.

Seien Sie also wirklich ehrlich zu sich selbst. Was ist Ihnen im Beruf wichtig? Wo wollen Sie keine Kompromisse machen müssen? Erstellen Sie eine Liste, die Sie als Leitfaden für die nächste wichtige Karriereentscheidung verwenden können.

6. Tun Sie etwas, das Sie wirklich stolz macht

Ob es nun etwas ist, woran man sich auch noch in Jahren erinnern wird, etwas, wofür Sie bezahlt werden, oder sogar eine große Veränderung in Ihrem Leben – Ihr Lebenslauf sollte zumindest einen Punkt enthalten, auf den Sie wirklich stolz sind.

7. Lernen Sie aus Fehlern

Eigentlich wollten wir dieser Liste noch den Punkt “Scheitern” hinzufügen, aber das ist albern. Denn seien wir ehrlich: Wir alle haben schon mal in etwas versagt.

Was ist wichtiger? Daraus lernen und die Erkenntnisse sinnvoll in der nächsten Phase Ihrer Karriere einsetzen.

8. Gehen Sie an Ihre Grenzen

Sie wissen, dass Sie ein Meeting mit 30 Personen leiten können, aber was ist mit einer mehrtägigen Konferenz für 100 Teilnehmer? Es könnte der entscheidende Schritt sein, um Ihre Fähigkeiten auszudehnen.

Trauen Sie sich solche Steigerungen oder auch völlig neue Dinge immer wieder zu. Schließlich werden Sie nie wirklich wissen, wie gut Sie sind, bis Sie ein wenig über Ihre Erfahrungen hinausgehen.

9. Tun sie etwas, das Ihnen Angst macht

Hier gehen Sie weit über Ihre Grenzen hinaus. Ob Sie nun auf einer Konferenz sprechen, eine (große) Beförderung anstreben oder endlich Ihre Autobiografie schreiben – warum versuchen Sie nicht mal etwas, das Ihnen ordentlich Respekt einflößt? Wie sagt man so schön: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

10. Lernen Sie Kritik anzunehmen

Hillary Clinton sagte einmal, dass ihr größter Ratschlag für Berufseinsteiger sei, Kritik zwar ernst zu nehmen, aber nicht persönlich. Nur, wer seine Schwächen kennt (siehe Punkt 3), kann an ihnen arbeiten und sich entwickeln. Fühlen Sie sich hingegen persönlich angegriffen, schrumpft bloß Ihr Selbstbewusstsein.

11. Lernen Sie Kritik zu äußern

Ob es nun darum geht, Ihrem Chef zu sagen, dass sein stündliches Auftauchen die Dynamik im Team zerstört oder den Vorgesetzten auf Pünktlichkeit bei Meetings hinzuweisen – Feedback ist ein essentieller Teil der eigenen Zufriedenheit als Arbeitnehmer.

12. Lernen Sie nein zu sagen

Obwohl das Wort nur aus vier Buchstaben besteht, fällt es vielen von uns ungemein schwer. Genau so wichtig ist es aber für unsere Karriere (und unsere mentale Gesundheit!), dass wir lernen, es zu nutzen und auch dahinter zu stehen.

13. Bauen Sie ein Netzwerk auf

Wir können es nur immer wiederholen: Das größte Kapital, das Sie in Ihrer Karriere haben, ist Ihr Netzwerk. Und der Aufbau von Beziehungen braucht Zeit, also fangen Sie besser gleich jetzt an.

14. Nutzen Sie persönliche Berater

Wir sprechen bewusst nicht von einem Mentor - denn den richtigen Mentor zu finden sollte nicht unter Zeitdruck geschehen. Grundsätzlich kann es aber sehr hilfreich sein, ein paar vertraute Personen zu haben, die Ihnen bei beruflichen Themen beratend zur Seite stehen, sei es ein schrecklicher Chef oder eine komplette Neuorientierung.
Und ja, zu dieser Gruppe kann auch Ihre Mutter gehören.

15. Pflegen Sie Ihre Online-Präsenz

Google und Ihre Social Media-Profile sind immer häufiger der erste Eindruck, den jemand von Ihnen bekommt. Nehmen Sie sich also etwas Zeit, um aufzuräumen.

Ändern Sie die Privatsphäre auf alten oder fragwürdigen Fotos. Löschen Sie alle Facebook- oder Twitter-Posts, die sich negativ auswirken könnten. Prüfen Sie Ihre Google-Ergebnisse, um sicherzustellen, dass die richtigen Dinge oben erscheinen.

16. Feilen Sie an Ihrem Xing-Profil

Wo wir gerade bei Suchergebnissen sind: Ihr Xing-Profil ist vermutlich Ihre wertvollste Online-Präsenz. Wenn ein Kunde, zukünftiger Arbeitgeber, Verkäufer oder professioneller Ansprechpartner nach Ihnen sucht, raten Sie, woran er sich orientieren wird.

Genau, Xing! Stellen Sie also sicher, dass Ihr Profil genau die Geschichte erzählt, die Sie erzählen möchten.

17. Dokumentieren Sie Ihre besten Leistungen

Ob es sich um eine gedruckte Sammlung von Artikeln, Marketingkampagnen oder Jahresberichte handelt, an denen Sie gearbeitet haben – mit einem Portfolio, das sofort einsatzbereit ist, wird es Ihnen leicht fallen, Ihrem Chef (oder zukünftigen Chef) zu zeigen, was Sie leisten können.

18. Lernen Sie zu verkaufen (sich selbst oder etwas Anderes)

Auch wenn Sie keine Karriere in der Kaltakquise anstreben, geht es doch auch so immer wieder darum, etwas zu verkaufen. Ob Sie Ihrem Chef eine Idee vorschlagen oder ein Motivationsschreiben verfassen, Sie werden irgendwann etwas an jemanden verkaufen wollen.

19. Lernen Sie zu verhandeln

Denn in den meisten Fällen ist es der einzige Weg, das zu bekommen, was Sie wollen und verdienen.
Haben Sie bisher noch keine Erfahrung damit, empfehlen wir Ihnen klein anzufangen. Bitten Sie zum Beispiel Ihren Chef, das Budget für eine teure Konferenz zu genehmigen.

20. Lernen Sie Führung von unten

Es ist ein gängiges Missverständnis, dass Anweisungen eines Vorgesetzten, der Arbeitsstil oder die Vorgehensweise wortlos ertragen werden müssen, ohne Rücksicht darauf, ob die Forderungen angemessen sind.

Dabei ist es gerade von entscheidender Bedeutung, dass Sie in der Lage sind, offen und klar mit Ihrem Chef zu kommunizieren. Nur so können Sie Ihre Bedürfnisse mitteilen und die Arbeitsbedingungen schaffen, welche Sie brauchen, um gute Leistungen zu bringen.

21. Üben Sie sich in umwerfenden E-Mails

Verschicken Sie niemals eine E-Mail, von der Sie nicht absolut überzeugt sind (oder die Ihnen unangenehm wäre, wenn Ihr Chef sie sehen würde).

Führen Sie Ihre berufliche Korrespondenz also immer mit größter Sorgfalt. Es mag nach viel Aufwand klingen, aber wir garantieren, dass es sich lohnt (und mit jeder Nachricht leichter wird).

22. Meistern Sie den Handschlag

Es klingt unwichtig, aber ein Händedruck ist der schnellste Weg, um einen guten oder schlechten Eindruck zu hinterlassen. So berichtete beispielsweise der Geschäftsführer eines Fortune-500-Unternehmens, dass er bei zwei Kandidaten mit ähnlichen Qualifikationen immer demjenigen mit dem besseren Handschlag die Position gebe.

23. Finden Sie Ihr Format für To-Do-Listen

Egal, ob Sie Ihre Liste über mehrere Geräte hinweg synchronisieren möchten oder mehr der Papiertyp sind – finden Sie heraus, mit welchem System Sie Ihren Workflow bestmöglich verwalten können.

Natürlich können Sie die Methode ändern, wenn Sie den Job wechseln oder neue Anwendungen starten, aber wenn Sie wissen, was funktioniert und was nicht, was Ihnen gefällt und was nicht, können Sie sicher sein, dass Sie immer das haben, was Sie brauchen, um produktiv zu sein.

24. Kennen Sie Ihre Energieniveaus und nutzen Sie sie

Es gibt nichts Schlimmeres (oder Unproduktiveres), als zu arbeiten, wenn man nicht in Form ist. Sie sollten keine Zeit mehr damit verbringen, Ihre geistigen Spitzenstunden zu verschwenden – oder sich selbst zur Arbeit zu zwingen, wenn Sie sich in einem Energieloch befinden. Finden Sie also einfach heraus, wann Sie am besten arbeiten.

25. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf

Wir hoffen, Sie habe es schon in der Uni gelernt, aber falls nicht: Schlaf ist wichtig! Ob Sie nun sieben oder neun Stunden brauchen, seien Sie sich Ihres individuellen Bedarfs bewusst. Ihre Gesundheit und der berufliche Erfolg hängen davon ab.

26. Lernen Sie, mit Stress umzugehen

Stress kann Ihr Leben wirklich dominieren und schließlich ruinieren. Lassen Sie es nicht so weit kommen.
Wenn Stress für Sie ein Thema ist, sollten Sie ihn so früh wie möglich im Keim ersticken. Wird Ihnen alles zu viel, überlegen Sie, mit einem Fachmann zu sprechen, der Ihnen Strategien an die Hand geben kann.

27. Wer sich entschuldigt, klagt sich an

Sie möchten höflich sein oder Ihren Ruf verbessern. Sich zu häufig zu entschuldigen, besonders für kleine Dinge oder Dinge, die Sie nicht kontrollieren können, kann jedoch Zweifel an Ihren Fähigkeiten aufkommen und Sie unprofessionell wirken lassen. Entschuldigen Sie sich, wenn Sie es wirklich vermasselt haben – nicht, wenn ein Kollege Sie bittet, eine Folie in Ihrer Präsentation zurückzugehen.

28. Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten

Ob Sie gerade erst in einem neuen Bereich anfangen oder seit Ihrem Abschluss die Aufstiegsleiter in Ihrem Unternehmen erklimmen, Zweifel an den eigenen Kompetenzen treffen die meisten einmal in ihrem Berufsleben. Das hängt vor allem mit der Selbstwahrnehmung zusammen: Wer seine Fähigkeiten unterschätzt und seinen Erfolg stattdessen auf pures Glück oder die Fehleinschätzung anderer zurückführt, untergräbt permanent das eigene Selbstbewusstsein. Wir müssen wohl nicht sagen, wie sehr das der eigenen Karriere schaden kann.

29. Haben Sie einen Plan B parat

Was würden Sie tun, wenn Sie morgen entlassen werden? Wenn Sie keine Antwort darauf haben, ist es höchste Zeit, einen Karriere-Notfallplan zu entwickeln.

Natürlich sind Kündigungen oder ein insolventer Arbeitgeber kein schöner Gedanke. Wäre es Ihnen nicht trotzdem lieber, für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, anstatt dann verzweifelt nach einer neuen Stelle zu suchen?

30. Versuchen Sie sich an einem Nebenprojekt

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie sich beim Consulting machen würden? Haben Sie darüber nachgedacht, einen Shop bei Dawanda zu eröffnen oder alte Autos zu restaurieren und zu verkaufen? Probieren Sie es aus! Bestenfalls finden Sie eine neue Karrieremöglichkeit oder Einkommensquelle, aber auf jeden Fall haben Sie Ausgleich zu Ihrem Hauptjob und werden später nichts bereuen.

31. Investieren Sie in Ihren Ruhestand

Wir kennen das gut: Am Anfang der Karriere fällt es schwer, etwas vom hart erarbeiteten Gehalt zur Seite zu legen. Ersparnisse wachsen aber eben nur mit der Zeit, je früher Sie also anfangen desto mehr haben Sie später davon (z. B. um auf einer Yacht den ganzen Tag Caipirinhas zu schlürfen).

32. Investieren Sie in sich selbst

Die heutige Arbeitswelt verändert sich schneller als je zuvor, umso wichtiger ist es, die eigenen Fähigkeiten kontinuierlich auszubauen.

Dafür müssen Sie nicht gleich wieder die Schulbank drücken. Viele Hochschulen bieten beispielsweise kostenlose Online-Kurse an, die Sie im eigenen Tempo von zuhause oder auch unterwegs bearbeiten können. Suchen Sie dafür einfach mal nach sog. Massive Open Online Courses, kurz MOOC.

33. Investieren Sie in die Welt

Ob es nun darum geht, Ihre Fähigkeiten einem gemeinnützigen Verein zur Verfügung zu stellen oder als Mentor für einen jungen Mitarbeiter zu fungieren, es gibt kaum ein besseres Gefühl als etwas zurückzugeben.

34. Wissen Sie, was Sie nicht wollen

Mit 35 (oder auch 95) müssen Sie nicht wissen, was Sie werden wollen, wenn Sie mal groß sind.
Gehen wir aber davon aus, dass Sie grundsätzlich einen interessanten Job und eine Karriere anstreben, dann sollten Sie zumindest regelmäßig darüber nachdenken.

Oft hilft als erster Schritt der gute alte Umkehrschluss. Sie wollen keinen Diktator als Chef? Keinen Vertrieb machen? Eine Führungsposition? Großartig! Schließen Sie ein paar Optionen aus und Sie kommen der Sache näher.

35. Erlauben Sie sich selbst, Ihren Interessen zu folgen

Oh, und wenn Sie schon wissen, was Sie wollen? Unternehmen Sie erste Schritte zur Umsetzung. Ja, gut Ding will Weile haben, aber warum sollten Sie einen Tag länger bleiben als Sie müssen und etwas tun, das Ihnen keine Freude bereitet? Unsere Erlaubnis haben Sie. Wir hoffen, Ihre eigene ebenso.