Beschäftigtsein vs. Produktivität

Beschäftigtsein vs. Produktivität

Der Unterschied zwischen „viel arbeiten“ und „produktiv arbeiten“

Viel zu arbeiten und viel beschäftigt zu sein, ist einfach. Sie sind bestimmt auch gerade sehr beschäftigt. Und trotzdem lesen Sie gerade diesen Artikel. Je nachdem, wie sehr Sie beschäftigt sind, essen Sie dabei vielleicht sogar ein Sandwich und laufen den Büroflur auf und ab.
Beschäftigt zu sein, kann vieles bedeuten. Alle drei Minuten den E-Mail-Eingang checken, die Wettervorhersage für die nächste Woche ansehen, wie besessen die Nachrichten verfolgen, am besten mit einem automatischen Newsticker, jede Stunde prüfen, ob die Preise für Flüge in die gewünschten Urlaubsregion gefallen sind. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.
Beschäftigt zu sein kann sich anfühlen, als wäre man produktiv, weil man ja schließlich irgendetwas tut, das man selbst in dem Moment für bedeutend hält und dessen Ergebnis man haben möchte. Beschäftigtsein kann aussehen wie Produktivität, und es kann vielleicht sogar Produktivität hervorrufen. Aber es ist niemals dasselbe wie Produktivität. Wenn Produktivität eine Dose voll leckerer selbstgebackener Kekse ist, ist Beschäftigtsein eine Dose voll Industriekekse mit viel Zucker, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern.

Der entscheidende Unterschied ist, dass man sehr leicht in ein allumfassendes Beschäftigtsein verfallen kann, wohingegen Produktivität harte Arbeit ist. Sie verlangt klares Denken, Fokussierung und häufig eine strategische Herangehensweise. Vor diesem Hintergrund sind hier ein paar Tipps, um Beschäftigtsein in Produktivität umzuwandeln.

1. Machen Sie Pausen
Eine Sache, mit der wir unser Beschäftigtsein befeuern, aber die Produktivität einschränken, ist die Art und Weise, wie wir unsere Zeit einteilen oder auch nicht einteilen. Ein entscheidender Punkt, um produktiv zu sein, ist, dass man Pausen macht und seine Batterien wieder auflädt, sei es auch nur für ein paar Minuten. Dadurch werden Sie gezwungen, sich Ihre Stunden sinnvoll einzuteilen. Und den nächsten Zeitblock nach der (kurzen) Pause gehen Sie zielgerichteter an.

2. Räumen Sie Ihren Alltag auf
Wie viele Tabs haben Sie im Internetbrowser geöffnet? Wie viele To-do-Listen fliegen lose auf Ihrem Schreibtisch herum? Wenn es in beiden Fällen viele sind, laufen Sie Gefahr, Ihre eigene Produktivität durch Ablenkungen verschiedener Art zu untergraben. Durcheinander und überflüssiger Ballast, ob materiell oder digital, hängen zusammen mit allen möglichen negativen Dingen vom ineffizienten, weil unkonzentrierten Denken über eine herabgesetzte persönliche Zufriedenheit bis hin zu mangelhaften Essgewohnheiten mit langfristigen Auswirkungen.

3. Konzentrieren Sie sich auf eine Sache zur Zeit
Gut, Sie haben ein paar Pausen in Ihre Bürostunden eingebaut und die Ablenkungsquellen reduziert. Verwenden Sie Ihre Zeit nun darauf, eine Sache – und wirklich nur eine Sache – zu erledigen. Es könnte ein Projekt sein, das Sie immer nur mit halber Energie bearbeitet haben und mit sich herumschleppen; oder ein Flug, den Sie immer noch nicht gebucht haben; oder der Eingang Ihres E-Mail-Postfaches, den Sie schon lange aufräumen wollen. Was auch immer es ist, einen vordefinierten Zeitblock der Erledigung dieser einen Aufgabe zu widmen, wird Ihnen helfen, entschieden und ergebnisorientierter an die Aufgabe heranzugehen. Und danach können Sie das nächste Thema anpacken.